Nachhaltigkeit im kleinen Wiesental

Klimaschutz beginnt vor der Haustür

Auch in ländlichen Regionen wie dem kleinen Wiesental ist Klimaschutz kein abstraktes Thema – er ist gelebte Realität und eine Chance für die Zukunft. Unsere malerische Landschaft, die Wälder des Schwarzwalds und die intakte Natur sind wertvolle Schätze, die es zu bewahren gilt.

Doch auch hier spüren wir die Auswirkungen des Klimawandels: veränderte Wetterbedingungen, schwindende Artenvielfalt, Herausforderungen für Land- und Forstwirtschaft. Extremwetterereignisse wie Dürren und Stürme nehmen zu und zeigen uns, dass Handeln dringend notwendig ist.

Warum Klimaschutz im kleinen Wiesental?

Der Klimawandel bedroht die natürlichen Grundlagen unseres Lebens – und damit auch unsere Lebensqualität und die unserer Kinder und Enkel. Deshalb ist es unser Ziel, im kleinen Wiesental Bewusstsein zu schaffen und konkrete Maßnahmen umzusetzen, die zu einer nachhaltigen Zukunft beitragen.

Unsere Region hat enormes Potenzial: Holz aus nachhaltiger Forstwirtschaft, Wasserkraft, Sonneneinstrahlung und Windenergie – all diese erneuerbaren Ressourcen können wir direkt vor Ort nutzen. So schaffen wir regionale Wertschöpfung, machen uns unabhängiger von fossilen Energieträgern und leisten einen wichtigen Beitrag zum Klimaschutz.

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Nahwärmenetze als Erfolgsgeschichte

In Tegernau, Wies und Neuenweg versorgen moderne Nahwärmenetze zahlreiche Haushalte mit Wärme aus regionalem Holz. Die Hackschnitzel stammen aus nachhaltiger Forstwirtschaft – kurze Transportwege, CO₂-neutrale Verbrennung und Stärkung der regionalen Wirtschaft inklusive.

Solarenergie kleines Wiesental

Solarenergie auf dem Vormarsch

Immer mehr Dächer im kleinen Wiesental werden zu Kraftwerken. Das Beratungsprogramm Solar 365 unterstützt Bürger dabei, Photovoltaik- und Solarthermieanlagen zu realisieren. Auch Balkonkraftwerke werden zunehmend beliebter – jede Kilowattstunde zählt.

Windenergie kleines Wiesental

Windkraft für die Region

Nach jahrelanger Planung und intensiver Diskussion wurden 2022 die Weichen für Windkraftanlagen auf dem Zeller Blauen gestellt. Die saubere Energie vom Kamm des Schwarzwalds kann künftig das gesamte kleine Wiesental mit Strom versorgen – und darüber hinaus.

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Nachhaltige Mobilität

E-Mobilität, Ladesäulen und umweltfreundliche Verkehrskonzepte werden vorangetrieben. Der Verein informiert über Elektrofahrzeuge, E-Bikes und Carsharing-Möglichkeiten für den ländlichen Raum.

Klima-Festival 2022

Vom 22. bis 24. Juli 2022 verwandelte sich das Dorfgemeinschaftshaus Wies in einen lebendigen Ort des Austauschs, der Information und der Inspiration. Das Klima-Festival des Vereins Erneuerbare Energien kleines Wiesental e.V., gefördert vom Biosphärengebiet Südschwarzwald, setzte ein starkes Zeichen für Klimaschutz und nachhaltige Energieversorgung in der Region.

Hochkarätige Diskussionen

Diskussionen beim Klimafestival

Den Auftakt bildete am Freitagabend eine Podiumsdiskussion zum Thema „Klima schützen – wie und wozu?“. Expertinnen und Experten aus Wissenschaft, Naturschutz und Klimaaktivismus diskutierten über die drängenden Fragen unserer Zeit. Mit dabei waren unter anderem Prof. Jürgen Bauhus vom Waldbau-Institut der Universität Freiburg, Stefan Auchter vom BUND Südlicher Oberrhein, Prof. Andreas Matzarakis vom Deutschen Wetterdienst und die Klima-Aktivistin Antje Grothus aus dem Rheinischen Braunkohlerevier. Die Diskussion zeigte eindrücklich: Klimaschutz ist keine ferne Zukunftsaufgabe, sondern eine dringende Notwendigkeit – auch im kleinen Wiesental.

Zukunftsmarkt und kreative Impulse

Zukunftsmarkt

Am Samstag öffnete der Zukunftsmarkt seine Türen. Zahlreiche Aussteller präsentierten innovative Lösungen rund um erneuerbare Energien, nachhaltige Mobilität und regionale Wertschöpfung. Besucher konnten sich über Photovoltaik, E-Mobilität, Wärmepumpen und viele weitere Themen informieren und direkt mit Fachleuten ins Gespräch kommen. Am Abend sorgte das Improtheater „Dramenwahl“ für unterhaltsame und nachdenkliche Momente – Klimaschutz kann auch mit einem Augenzwinkern vermittelt werden.

Energiepolitischer Frühschoppen mit konkreten Perspektiven

Frühshoppen

Der Sonntag stand im Zeichen des energiepolitischen Frühschoppens „Klimaschutz in der Gemeinde – was machbar ist“. Hier wurde deutlich, dass nachhaltige Energieversorgung keine Utopie ist, sondern in vielen Gemeinden bereits gelebte Praxis. Diana Sträuber, Klimaschutz-Managerin aus Denzlingen, und Bürgermeisterin Hannelore Reinbold-Mench aus Freiamt berichteten von ihren Erfahrungen und zeigten auf, wie Kommunen die Energiewende aktiv gestalten können. Auch Michael Zobel, Naturführer im Hambacher Wald, und Vertreter des Vereins Bürgerwindrad Blauen teilten ihre Perspektiven.

Ein Festival mit Herzblut und Engagement

Klimafestival

Das Klima-Festival war das Ergebnis monatelanger Vorbereitung und über 340 ehrenamtlicher Arbeitsstunden. Professionelle Kameramänner dokumentierten das Geschehen, ein Techniker sorgte für perfekten Ton, und Fotografen hielten die Atmosphäre fest. Die Vorträge, Diskussionen und Impressionen sind bis heute auf der Vereins-Webseite und auf YouTube verfügbar – ein wertvolles Archiv für alle, die sich für Klimaschutz und erneuerbare Energien interessieren.

Das Festival war mehr als eine Veranstaltung – es war ein Statement. Ein Statement dafür, dass das kleine Wiesental bereit ist, Verantwortung für die Zukunft zu übernehmen und aktiv an einer nachhaltigen Energieversorgung zu arbeiten. Trotz geringerer Besucherzahlen als erhofft, hat das Klima-Festival wichtige Impulse gesetzt und gezeigt: Die Energiewende ist möglich, machbar und notwendig – auch hier bei uns im Schwarzwald.

EEKW Plakat

Jeder Beitrag zählt

Nachhaltigkeit im kleinen Wiesental ist keine Aufgabe für wenige Engagierte – sie gelingt nur gemeinsam. Ob durch den Anschluss an ein Nahwärmenetz, die Installation einer Solaranlage, den Umstieg auf E-Mobilität oder die aktive Mitarbeit im Verein: Jeder Beitrag zählt.

Die Energiewende ist machbar – und sie beginnt hier, bei uns im kleinen Wiesental.