Nahwärmenetz Tegernau geht in Betrieb!

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Nahwärmenetz Tegernau

Im August 2012 wurde die Frage eines Nahwärmenetzes auf Holzhackschnitzelbasis für den Dorfkern von Tegernau im Gemeinderat behandelt. Da es seitens des Gemeinderats Unsicherheit hinsichtlich eines konkreten Bedarfs bei Hauseigentümern in Tegernau gab, wurde ein weiteres Vorgehen von dem Ergebnis einer vorgängigen Bedarfserhebung abhängig gemacht.

Da es in der Verwaltung wegen der großen Kanalisationsprojekte keine freien personellen Kapazitäten gab, hat sich unser Verein angeboten, die Voruntersuchung durchzuführen. Im Februar 2013 übernahm der Verein die Verantwortung für das Projekt, und ab Sommer 2013 führten Gerhard Pfeifer und Werner Schleith bei der Gemeinde und den interessierten Hauseigentümern die Bestandsaufnahme der bestehenden Heizanlagen durch. Im Sommer 2014 wurde dann vom Kooperationspartner HBG Zell auf Basis der erhobenen Daten eine erste grobe Wirtschaftlichkeitsberechnung durchgeführt, die ergab, dass ein Nahwärmenetz im Dorfkern von Tegernau wirtschaftlich realisierbar ist. Die Ergebnisse dieser Voruntersuchung und ersten Wirtschaftlichkeitsberechnung wurden im Juli 2014 in einer Bürgerversammlung in Tegernau und im August 2014 im Gemeinderat vorgestellt. Daraufhin beauftragte der Gemeinderat in seiner Sitzung im September einstimmig die Verwaltung, den zweiten Förderantrag für die Detailberechnung und die Umsetzungsplanung zu stellen.

Gleichzeitig erklärten die Gesellschafter der neuen ?Kraftwerk Köhlgartenwiese GmbH?, dass das Kraftwerk grundsätzlich bereit ist, das Nahwärmenetz zu realisieren und später zu betreiben. Durch ein solches Vorgehen, würde das Kraftwerk in die Lage versetzt, nicht nur als Energie-, sondern auch als Wärmeversorger für die Bürger zur Verfügung zu stehen. Durch die Möglichkeit des Kraftwerks, für den Leitungsbau zusätzliche Fördermittel zu beantragen, könnten die Anschlusskosten für die späteren Nutzer des Nahwärmenetzes reduziert werden.

Nach Durchführung der Detailberechnungen werden den interessierten Nutzern konkrete Anschlussverträge angeboten. Wenn die Wirtschaftlichkeit des Nahwärmenetzes durch abgeschlossene Anschluss- und Nutzungsverträge gesichert ist, kann mit dem Bau begonnen werden. Ziel ist, das Nahwärmenetz vor Wintereinbruch 2015 in Betrieb zu nehmen.